Marsbeobachtung mit ALCCD5L-IIc

Autor: Kowollik, Silvia
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Der Nordpol war durch die Achsneigung von Mars zu der Zeit nicht zu sehen. Aber man erkennt eine bläuliche Polhaube am oberen, nördlichen Planetenrand, während die Eiskappe am Südpol gut zu sehen ist.

Der Vulkan Olympus Mons steht im oberen Drittel westlich des Zentralmeridian, auf der Abendseite von Mars erkennt man in Äquatorhöhe den Umriß des großen Grabenbruch des Mars.

Solis Lakus auf der Südhalbkugel nähert sich dem Terminator und im Lauf der Nacht rotieren Mare Sirenum und Mare Cimmerium zum Zentralmeridian.

Leider brach das Seeing für rund 2 Stunden deutlich ein (Aerosole/Asche aus Kalifornien?) und die Luftfeuchtigkeit unterschritt den Taupunkt, aber dank langer Streulicht-/Taukappe blieb die Meniskuslinse trocken.

Über Phoenix Lacus war die 3. Beobachtungsnacht in Folge eine blauweise Wolke zu erkennen. 

Olympus Mons stand im Zentralmeridian und warf einen schwachen Schatten auf die Region westlich von ihm.

Der Schatten von Olympus Mons war nun etwas besser zu erkennen und die Aufhellung bei Phoenix Lacus hob sich deutlicher von der Farbe der Marsoberfläche ab.

Zu diesem Zeitpunkt stand die Sonne noch ca. 15 ° unter dem Horizont.

Das Seeing wurde nach 6 Uhr wieder besser, der Tau auf dem Beobachtungspult trocknete ab und Mars zeigte am taubenblauen Himmel neben der hellblauen Polhaube auch wieder einen bläulichen Schimmer von Morgendunst.

Die Sonne stand zum Aufnahmezeitpunkt nur noch rund 5 ° unter dem Horizont.